9 – 14% vol.
Grundrezept
bis 20% vol.
mit Schuss
0% vol.
alkoholfrei möglich
Geschichte des Glühweins
Die Geschichte des Glühweins reicht bis in die Antike zurück. Bereits Römer und Griechen mischten ihren Wein mit Gewürzen und erwärmten ihn. Im Mittelalter war der sogenannte "Hippocras" ein gewürzter Wein, der als Heilmittel und Genussgetränk gleichermaßen galt.
In Deutschland ist Glühwein eng mit den Weihnachtsmärkten verbunden, deren Tradition bis ins 14. und 15. Jahrhundert zurückreicht. Das Warmhalten durch Gewürze wie Zimt, Sternanis, Nelken und Zitrusschalen ist seit Jahrhunderten bekannt. Der Begriff "Glühwein" leitet sich vom alten deutschen Wort "glühen" ab, was erhitzen bedeutet.
Die klassischen Gewürze
Zimtstangen
Das charakteristische Hauptgewürz
Sternanis
Verleiht eine süßlich-würzige Note
Nelken
Für Wärme und Tiefe
Orangenschale
Frische Zitrusnoten
Kardamom
Exotische Würze
Lorbeerblätter
Subtile Bitterkeit
Jede Region, jede Familie und jeder Weihnachtsmarktstand hat sein eigenes Geheimrezept. Manche fügen Vanille oder Pfeffer hinzu, andere schwören auf einen Schuss Rum oder Arrak, was den Alkoholgehalt auf bis zu 20 Prozent anheben kann.

Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt
Der Kauf einer Tasse Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt ist mit einem kleinen Ritual verbunden. Für die charakteristischen Tonbecher oder Keramiktassen wird ein Pfand erhoben. Wer die Tasse zurückgibt, bekommt sein Pfand zurück. Wer sie behält, hat ein Souvenir aus dem Urlaub oder vom Besuch.
Auf den bekanntesten deutschen Weihnachtsmärkten in Nürnberg, Dresden, Köln und Straßburg werden jährlich Millionen Becher Glühwein ausgeschenkt. Der Nürnberger Christkindlesmarkt gilt als einer der schönsten und ältesten Weihnachtsmärkte der Welt.
Neben dem klassischen Rotwein-Glühwein gibt es auch Variationen mit Weißwein, Rosé und alkoholfrei mit Traubensaft. Der sogenannte "Kinderpunsch" ist eine beliebte alkoholfreie Alternative für die jüngsten Marktbesucher.
Regionale Variationen
Deutschland ist reich an regionalen Glühwein-Variationen. Im Rheinland ist der Feuerzangenbowle besonders beliebt, bei der ein mit Rum getränkter Zuckerhut über einer Terrine mit Glühwein entzündet wird. Das karamellisierte Zuckerwerk tropft in den Wein und verleiht ihm eine ganz eigene Süße.
In Sachsen gibt es den "Weihnachtspunsch" auf Basis von Rotbusch- oder Früchtetee, in Bayern ist der "Jagatee" mit Kräuterschnaps eine beliebte Alternative. Diese regionale Vielfalt spiegelt den reichen kulturellen Schatz der deutschen Trinktraditionen wider.